Was bleibt von uns, wenn wir in den Augen der anderen nicht mehr vorkommen?
Als Heinrich verhaftet wird und für Jahre verschwindet, müssen Klara und die Kinder Max und Lene lernen, ohne ihn zu leben. In den Jahren nach dem Krieg, in denen Schweigen überlebensnotwendig ist, wird auch zwischen ihnen vieles nicht gesagt.
Jahre später kehrt Heinrich zurück, getragen von der Hoffnung, wieder anzukommen. Doch das Zuhause, das ihn erwartet, ist ihm fremd geworden. Er und Klara erreichen sich nicht mehr. Die Nähe, nach der sie sich gesehnt haben, bleibt aus. Was ihnen einst half zu überleben, steht nun zwischen ihnen – ein Schweigen, das sie nicht überwinden können. Ein Verrat aus dem eigenen Umfeld bleibt unausgesprochen.
Da trifft Heinrich eine folgenschwere Entscheidung.
„Flucht aus der Stille“ erzählt vom leisen Zerbrechen einer Familie über zwei Jahrzehnte hinweg. Ein Roman über Liebe, Schuld und das, was unausgesprochen bleibt und darüber, wie dieses Schweigen weiterwirkt. Bis in die Gegenwart.




Jana Hassepaß (Jg. 1972) lebt mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein.
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