Bagdad 1979: Eine Fünfzehnjährige flieht mit ihrer Mutter vor dem Baath-Regime und findet sich in der grauen Kälte der DDR wieder. Ein autofiktionaler Roman über das Leben zwischen zwei Welten, das Spannungsfeld von Staatsdoktrin und menschlicher Wärme und den Mut zur eigenen Stimme.
Samira und ihre Mutter Farida lassen den Irak hinter sich, die Verfolgung, den Untergrund, das Leben im Schatten einer Ideologie. Was sie erwartet, ist kein Ankommen, sondern ein neues Fremdsein. Eisenhüttenstadt, Jena, Weimar – Orte, die keine Heimat werden wollen. Samira muss ihre Herkunft verleugnen, eine falsche Identität tragen und sich in einer Sprache behaupten, die ihr wie eine Mauer entgegensteht.
Zwischen der Sehnsucht nach dem verlorenen Irak und der Enge des sozialistischen Alltags kämpft sie um etwas, das ihr niemand geben kann: einen Platz, der wirklich ihr gehört. Die Beziehung zu ihrer Mutter, geprägt von Liebe und unausgesprochenen Vorwürfen, wird dabei zur schmerzhaftesten Prüfung.
Awatif Hasoon erzählt mit poetischer Schärfe von Entwurzelung, weiblicher Selbstbehauptung und der Last, die eine Generation der nächsten aufbürdet.



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